Donnerstag, 07 April 2016 08:17

Kein Licht im Tunnel

geschrieben von

Es war der grosse Hoffnungsträger der Atomindustrie um die Jahrtausendwende. Mit dem neuen Kernkraftwerk Olkiluoto in Finnland soll dank mehr Sicherheit der Befreiungsschlag des kriselnden Wirtschaftszweiges gelingen. Es sieht nicht danach aus.


Mittwoch, 30 März 2016 11:15

Rechnet sich Atomkraft?

geschrieben von

Bestehende Kernkraftwerke müssen immer neue Sicherheitsauflagen erfüllen, während dem sie – nicht zuletzt wegen ihres meist hohen Alters – oft wochenlang ausser Betrieb sind. Neubauten sind schwierig geworden, sodass immer mehr Stromanbieter lieber heute als morgen aus der Kernenergie aussteigen möchten. Doch wie, wenn man für Altlasten bis alle Ewigkeit verantwortlich ist?

Mittwoch, 30 März 2016 11:09

Geheimnisvoller Arbeitsplatz

geschrieben von

Kernkraftwerke werden als Arbeitgeber zwar gelobt. Doch genaues Nachfragen ist nicht nur in der Schweiz unerwünscht. Weil das Image eines Arbeitgebers angekratzt ist, über dessen Zukunft offen diskutiert wird oder weil die Sicherheitslage ein Schweigen notwendig macht?

Siedewasserreaktor

  • Siedewasserreaktor

    Beim Siedewasserreaktor gibt es im Gegensatz zum Druckwasserreaktor keine zwei Wasserkreisläufe. Der Dampf wird vom Reaktordruckgefäß direkt zu den Turbinen geleitet. Der Dampf enthält deshalb Spuren kurzlebiger radioaktiver Stoffe, die aber nach wenigen Minuten abklingen.

Druckwasserreaktor

  • Druckwasserreaktor

    Der Druckwasserreaktor (in der Schweiz die Reaktoren in Beznau und Gösgen) besteht aus zwei Wasserkreisläufen. Die Erhitzung des primären Wasserkreislaufes geschieht im Reaktordruckbehälter, der sich im Reaktorgebäude befindet. Dort wird unter hohem Druck Wasser erhitzt, ohne dass es siedet. Das erhitzte Wasser wird zur Erhitzung eines zweiten Wasserkreislaufs verwendet, dessen Wasser verdampft. Der Dampf dient dem Antrieb von Turbinen. Die Turbinen für die Stromerzeugung befinden sich im Maschinenhaus. Über dem Kühlturm, dem Wahrzeichen eines Kernkraftwerkes, tritt die feuchte, warme Luft aus.

Entwicklung der Kraftwerks-Generationen

  • Entwicklung der Kraftwerks-Generationen

    Die ersten kommerziellen Kernkraftwerke gingen zwischen 1956 und 1965 ans Netz. Sie zählen zu den Kernkraftwerken der ersten Generation. Ihre elektrische Leistung war noch meist unter 200 MW. Die in Europa geläufigen Kraftwerke entstammen der zweiten Generation und sind meist Druckwasserreaktoren. Die Mehrheit von ihnen wurde vor dem Reaktorunglück von Tschernobyl in Betrieb genommen. Die Generation 3 ist eine evolutionäre Weiterentwicklung der zweiten Generation. Die Weiterentwicklung betrifft vor allem die sogenannt passiven Sicherheitssysteme. So wurde der Boden unter dem Reaktordruckbehälter sowie das Reaktorgebäude deutlich verstärkt – wie dies in Olkiluoto in Finnland der Fall ist. Auf der gleichen Technik basieren auch die Kernkraftwerke der Generation 3+. Die Kernkraftwerke der 4. Generation werden noch entwickelt. Sie könnten Natrium (Salz) statt Wasser als Kühlmittel verwenden, eine Betriebstemperatur von 1000 Grad (statt 300 Grad) erreichen, und statt Uran könnten sie Thorium sowie Plutonium als Brennstoff nutzen. Die Konzepte liegen schon lange vor, eine Realisierung ist nicht in Sicht. Zur 4. Generation könnten aber auch kleine Modulreaktoren gehören, die in den USA im Gespräch sind. Bei Modulreaktoren besteht ein Kernkraftwerk nicht aus einem großen, sondern aus mehreren kleinen Reaktoren. Bei der Wartung, einer Inspektion oder dem Ausfall eines Reaktors liefern die anderen Reaktoren weiterhin Energie.

Wer wir sind

Der 2012 gegründete Verein für nachhaltigen Journalismus im Internet setzt sich für einen qualitativ hochwertigen, unabhängigen Online-Journalismus ein, der den Tag überdauert. Der Verein fördert und betreibt journalistische Webseiten, die sich Themen widmen, die in den herkömmlichen Medien kaum mehr Platz finden. Mitglieder sind Journalistinnen, Fotografen, Gestalter und Webdesignerinnen.

Das 1989 gegründete Pressebüro Seegrund ist eine feste Grösse in der Medienlandschaft. Den Schwerpunkt bilden Hintergrundberichte, Reportagen und Sachbücher. In den vergangenen Jahren sind einige Online-Magazine lanciert worden, unter anderen www.alpenmagazin.org, www.mangel-und-moral.org, und, das jüngste Kind, www.mensch-und-atom.org.

Impressum

Herausgeber:
Verein für nachhaltigen Journalismus im Internet,
Neugasse 30,
CH-9000 St. Gallen

 

Redaktion:
Pressebüro Seegrund,
Neugasse 30,
Postfach 445,
CH-9004 St. Gallen,
Tel. +41(0)71 671 10 73, 
www.seegrund.ch, 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Webdesign und Programmierung:
Eveline Arnold Ukaegbu
Zypressenstrasse 138
8004 Zürich
Tel. +41(0)76 346 16 61,
www.proclamation.ch 

 

Übersetzung englisch:
Elana Summers


Übersetzung russisch:
Alexej Scherbakov

Dolmetscherinnen vor Ort:
Galina Kovalch (Weissrussland),
Irina Gasanova (Ukraine),
Chikako Yamamoto (Japan)


Autoren:
Martin Arnold,
seit 30 Jahren freischaffender Journalist, Buchautor und Medienunternehmer
Urs Fitze,
freier Journalist, Reportagen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Reisen und Umwelt

Unsere Ziele

www.mensch-und-atom.org will aufrütteln, anregen und nachdenklich machen, aber nicht provozieren und skandalisieren zu einem Thema, das uns alle angeht: Atomkraft. Es ist ein Thema, das polarisiert, das Gegner und Befürworter zu Ideologen ihrer Sache macht. Und es ist ein Thema, das Wissende und Unwissende in einer Weise trennt, die gewollte und ungewollte Abhängigkeiten schafft. Vor dem Hintergrund der aktuellen „Energiewende“-Debatten möchten wir einen kritischen Diskussionsbeitrag leisten für all jene, die mehr wissen wollen zum Thema Atomkraft. Und wir möchten einen Beitrag leisten, die tiefen ideologischen Gräben zu überwinden, die Befürworter und Gegner trennen. Denn die Wahrheit wird bei diesem Thema sehr schnell relativ bzw. relativiert, man bewegt sich auf einem Feld, in dem sich Experten, Meinungsmacherinnern, Ideologen, Betroffene, Opfer, Lobbyisten, Politikerinnen und Weltenretter tummeln. Sie alle sollen zu Wort kommen, sie sollen von ihrer Wahrheit erzählen, der Wahrheit des Strahlenopfers ebenso wie jener des Kraftwerkbetreibers, des Befürworters und der Gegnerin. Das zweite Ziel des Buches: die vielen Facetten der Wahrheit zu ergründen – und wie empfänglich wir für jene sind, die es uns bequem machen wollen.


Newsletter Signup

Stay informed on our latest news, Updates and new template.